Eine Untersuchung des Kölner Labors für Baumaschinen in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt liefert hierzu aufschlussreiche Daten. Die Studie belegt eindrucksvoll, dass herkömmliche Transportsysteme oft an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie moderne Abschiebetechnik die Einbauqualität drastisch verbessern kann. Wir möchten Ihnen die Ergebnisse dieser Untersuchung im Detail vorstellen und erläutern, welche Konsequenzen sich daraus für Ihre tägliche Arbeit auf der Baustelle ergeben.
Die Physik des Asphalts und die Bedeutung der Hitze
Eine Asphaltschicht muss extremen Belastungen standhalten. Schwerlastverkehr, Witterungseinflüsse und Temperaturschwankungen setzen dem Material über Jahre hinweg zu. Damit der Belag diesen Kräften widerstehen kann, ist eine minimale Anzahl an Hohlräumen im fertigen Belag unerlässlich. Diese Hohlraumarmut lässt sich ausschließlich durch eine optimale Verdichtung erreichen. Hier kommt die Temperatur ins Spiel. Bitumen verhält sich thermoviskos. Das bedeutet, dass es nur in einem bestimmten, heißen Temperaturbereich fließfähig genug ist, um die Gesteinskörnungen perfekt zu umschließen und sich verdichten zu lassen. Kühlt das Mischgut zu stark ab, steigt die Viskosität rapide an. Eine fachgerechte Verdichtung wird dann nahezu unmöglich. Die Folge sind Hohlräume, in die Wasser eindringen kann, was bei Frost zu Aufbrüchen führt und die Lebensdauer der Straße massiv verkürzt.
Die ZTV Asphalt-StB 07 gibt daher klare Richtlinien vor. Die Temperatur des Mischguts sollte im Asphaltfertiger 150 Grad Celsius nicht unterschreiten. Diese Vorgabe existiert aus gutem Grund. Nur bei dieser Hitze besitzen Material und Bindemittel die notwendigen Einbaueigenschaften für ein qualitativ hochwertiges Ergebnis.
Die Schwachstellen herkömmlicher Kipper
Die Theorie der Regelwerke trifft auf der Baustelle oft auf eine harte Realität. Die Untersuchung von KLB und der TU Darmstadt hat die thermischen Eigenschaften verschiedener Transportfahrzeuge genau unter die Lupe genommen. Dabei offenbarten sich bei klassischen Kippern mit Stahlmulden erhebliche Defizite. Wärmebildkameras dokumentierten, dass ein großer Teil der Wärmeenergie über die ungedämmten Muldenwände an die Umgebung abgegeben wird. Das Metall fungiert hier als unfreiwilliger Kühlkörper. Selbst der Einsatz von Alumulden brachte in den Tests nur unwesentliche Verbesserungen.
Besonders kritisch ist der Moment des Abladebeginns. Das Material, das während der Fahrt direkten Kontakt zu den kalten Außenwänden und dem Boden der Mulde hatte, ist oft stark ausgekühlt. Dieses sogenannte Randmischgut gelangt als erstes in den Fertiger. Die Messungen zeigten alarmierende Werte. Trotz Abdeckung der Kippfahrzeuge lagen die Temperaturen in diesen Bereichen teilweise nur noch zwischen 100 Grad Celsius und 130 Grad Celsius. Das ist weit entfernt von den geforderten 150 Grad Celsius. Solche kalten Nester im Asphalt führen zu einer ungleichmäßigen Verdichtung und bilden die Schwachstellen von morgen.
Ein weiteres Problem herkömmlicher Kipper ist der Prozess des Andockens. Es vergehen oft ein bis zwei Minuten, bis der Kipper in Position ist, die Mulde angehoben hat und das erste Material tatsächlich in den Fertiger fällt. In dieser Zeit steht der Fertiger still. Dieser Stillstand führt zu einer weiteren Abkühlung des bereits eingebauten Materials und unterbricht den kontinuierlichen Einbauprozess. Solche Unterbrechungen sind Gift für die Ebenheit und Homogenität der Fahrbahndecke.
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Der Fliegl Asphaltprofi-Thermo im Härtetest
Im direkten Vergleich dazu untersuchten die Experten den Fliegl Abschiebewagen Asphaltprofi-Thermo. Die Konstrukteure bei Fliegl haben dieses Fahrzeug spezifisch für die Anforderungen des modernen Asphaltbaus entwickelt. Ein wesentliches Merkmal ist die konsequente Isolierung. Die Seitenwände sind mit einem speziellen Dämmstoff ausgestattet.
Technische Details der Isolierung
- Materialstärke von mindestens 70 Millimetern
- Hoch wärmeisolierende Eigenschaften
- Vollständige Feuchtigkeitsresistenz
Diese Isolierung zeigte im Test eine beeindruckende Wirkung. Die Temperaturverluste während des Transports konnten auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Selbst direkt an den Muldenwänden, wo bei Stahlmulden die größte Auskühlung stattfand, lag die Mischguttemperatur beim Fliegl Asphaltprofi-Thermo nie unter 162 Grad Celsius. Damit wurde der geforderte Grenzwert von 150 Grad Celsius nicht nur eingehalten, sondern deutlich übertroffen. Das gesamte Mischgut erreichte den Fertiger in einem gleichmäßig heißen Zustand. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine homogene und langlebige Asphaltschicht.
Vorteile der Abschiebetechnik beim Einbau
Neben der Temperaturstabilität spielt die Art der Übergabe eine entscheidende Rolle für die Qualität. Hier zeigt sich die Überlegenheit des Abschiebeprinzips gegenüber dem Kippen. Beim Fliegl Abschiebewagen entfällt das gefährliche und zeitraubende Ankippen der Mulde. Nach dem Andocken an den Fertiger beginnt sofort die Übergabe des Materials. Der Schiebeschild drückt das Mischgut kontrolliert und dosiert in den Bunker des Fertigers.
Dieser Vorgang hat zwei wesentliche Vorteile. Zum einen gibt es keinen Stillstand des Fertigers. Der Einbauprozess läuft kontinuierlich weiter, was Nahtstellen und Unebenheiten im Belag verhindert. Zum anderen sorgt die Abschiebetechnik für eine aktive Durchmischung des Asphalts. Während beim Kippen oft Entmischungen auftreten, bei denen sich grobe Steine von feinem Material trennen, homogenisiert der Schiebevorgang das Mischgut erneut unmittelbar vor dem Einbau.
Das Ergebnis dieser Kombination aus hoher Temperatur und Homogenität ist messbar. Der geforderte Verdichtungsgrad von mindestens 98 Prozent lässt sich in der Praxis problemlos realisieren. Für Bauunternehmen bedeutet dies eine enorme Sicherheit. Sie erfüllen die hohen Anforderungen der aktualisierten ZTV-Asphalt und liefern eine Qualität ab, die vertraglich gefordert ist. Das Risiko von Vertragsstrafen oder Abzügen wegen Nichterreichen der Einbauqualität wird somit drastisch minimiert.
Wirtschaftlichkeit durch ganzjährige Nutzung
Ein Spezialfahrzeug für den Asphaltbau muss sich für ein Bauunternehmen rechnen. Oft stehen solche Fahrzeuge in den Wintermonaten oder bei schlechter Auftragslage still. Der Fliegl Asphaltprofi-Thermo bricht mit dieser Einschränkung. Obwohl er für den sensiblen Asphalteinbau perfektioniert wurde, ist er ein robustes Allroundtalent für diverse Baustellenanforderungen.
Seine Konstruktion erlaubt den Einsatz auch dort, wo herkömmliche Kipper scheitern. In Alleen mit dichtem Baumbestand, in Innenstädten mit tiefhängenden elektrischen Oberleitungen oder bei Arbeiten unter Brücken und in Tunneln ist das Kippen einer Mulde oft unmöglich oder mit hohen Risiken verbunden. Der Abschiebewagen benötigt keine Höhe zum Entleeren. Er schiebt die Ladung flach heraus. Das macht ihn zum idealen Partner für schwierige Baustellenverhältnisse.
Zudem bewältigt das System auch schwierige Ladegüter. Klebrige Materialien wie Lehm, Ton oder feuchte Erde bleiben in Kippmulden oft haften und müssen manuell oder durch gefährliche Fahrmanöver gelöst werden. Die Abschiebetechnik reinigt die Mulde während des Entleerens mechanisch. Der Schiebeschild mit seinen Dichtleisten sorgt für eine restlose Entleerung. Das gilt auch für spezielle Asphaltsorten wie Splittmastix, Offenporigen Asphalt (OPA), PMA oder gummimodifizierte Bitumen. Es verbleiben keine Reste in der Mulde, die aufwendig entsorgt werden müssten. Das spart Zeit und Entsorgungskosten.
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Fahrsicherheit und Kostensenkung im Fuhrpark
Ein Aspekt, der in der Betrachtung von Baufahrzeugen oft unterschätzt wird, ist die Fahrdynamik. Ein beladener Kipper hat konstruktionsbedingt einen hohen Schwerpunkt. Das beeinflusst das Fahrverhalten in Kurven und im Gelände negativ. Der Fliegl Abschiebewagen verfügt über einen sehr tiefen Ladungsschwerpunkt. Dies sorgt für eine deutlich höhere Standsicherheit, selbst in Schräglagen auf unebenem Baustellengelände. Das Risiko eines Umkippens wird minimiert, was die Arbeitssicherheit für Ihre Fahrer signifikant erhöht.
Die niedrige Bauweise bringt weitere Vorteile mit sich. Die Beladehöhe ist extrem niedrig. Das erleichtert das Beladen mit kleineren Radladern oder Baggern und verbessert die Übersichtlichkeit für den Maschinenführer.
Auch auf der Straße macht sich das Konzept bezahlt. Durch den tiefen Schwerpunkt und das stabilere Fahrverhalten muss der Fahrer vor Kurven weniger stark abbremsen und danach weniger stark beschleunigen. Diese gleichmäßigere Fahrweise wirkt sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch aus. Der Dieselverbrauch sinkt, und auch der Verschleiß an Bremsen und Reifen wird reduziert. Über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs summieren sich diese Einsparungen zu einem relevanten wirtschaftlichen Faktor.
Fazit für die Praxis
Die Untersuchung von KLB und TU Darmstadt bestätigt wissenschaftlich, was viele Praktiker bereits vermutet haben. Die Temperaturführung ist der Schlüssel zur Qualität im Asphaltbau. Der Fliegl Abschiebewagen Asphaltprofi-Thermo bietet hierfür eine technische Lösung, die weit über den Standard hinausgeht. Er garantiert, dass das Mischgut heiß und homogen im Fertiger ankommt. Damit schaffen Sie die Basis für Straßen, die den hohen Belastungen der Zukunft gewachsen sind.
Gleichzeitig investieren Sie in ein Fahrzeugsystem, das Ihnen Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bietet. Ob Asphalt, Erdaushub oder Wegebau, ob Tunnel oder freie Strecke – der Asphaltprofi-Thermo ist bereit für den Einsatz. Sie vermeiden Standzeiten, reduzieren den Reinigungsaufwand und senken Ihre Betriebskosten.
Wir bei Fliegl Baukom verstehen die Herausforderungen, denen Sie täglich auf der Baustelle begegnen. Unsere Technik ist darauf ausgelegt, Ihre Arbeit zu erleichtern und Ihre Ergebnisse zu verbessern. Es geht uns darum, Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen Sie Ihre Aufträge zuverlässig und wirtschaftlich erfüllen können.
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