Unter dem Motto „We Deliver" rückt die IAA Transportation 2026 vom 15. bis 20. September in Hannover die Frage in den Mittelpunkt, wie die Nutzfahrzeugbranche Klimaneutralität erreichen soll. Für Fuhrparkleiter im Straßen- und Tiefbau lässt sich diese Frage auf einen sehr praktischen Punkt zuspitzen. Wie viel CO2 lässt sich einsparen, ohne die gesamte Fahrzeugflotte auf neue Antriebstechnik umzustellen?
Termin und Leitthema der IAA Transportation 2026
Vom 15. bis 20. September 2026 öffnet die IAA Transportation in Hannover erneut ihre Hallen, der Pressetag findet bereits am 14. September statt. Unter dem neuen Motto „We Deliver" stellt der Veranstalter das gemeinsame Ziel der Branche heraus, Klimaneutralität in Logistik und Transport durch neue Antriebe, Digitalisierung und Partnerschaften zu erreichen. Elektro-, Hybrid-, Batterie- und Brennstoffzellenantriebe stehen dabei ebenso im Programm wie bio-basierte und synthetische Kraftstoffe, vernetzte und autonome Fahrzeuge sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Diese Bandbreite zeigt, dass die Messe Dekarbonisierung als Systemfrage begreift, bei der viele Stellschrauben gleichzeitig wirken müssen.
Für einen Aufbautenhersteller wie Fliegl Baukom, der keine Antriebe, sondern Transportlösungen für Schüttgüter und Asphalt liefert, stellt sich dabei die Frage, an welcher Stelle im System sich sofort ansetzen lässt. Die Fliegl Abschiebetechnik liefert darauf eine sehr konkrete Antwort, die unabhängig vom Antriebsstrang wirkt.
Dekarbonisierung unabhängig vom Antrieb
Was in der Diskussion um Klimaneutralität häufig zu kurz kommt, ist der Hebel, den die Nutzlast eines Transportfahrzeugs auf dessen CO2-Bilanz hat. Jede Tonne Eigengewicht, die ein Aufbau selbst mitbringt, geht der Zuladung verloren und muss bei gleicher Gesamttonnage über eine zusätzliche Fahrt kompensiert werden. Der Fliegl ASW Stone LKW baut auf einer selbsttragenden Konstruktion auf, die ohne die Teleskopzylinder eines klassischen Kippers auskommt und dadurch ein spürbar geringeres Eigengewicht erreicht. Im Vergleich zu Kippsystemen lässt sich je nach Ladegut und Feuchtigkeitsgrad eine um bis zu 60 Prozent höhere Zuladung realisieren, weil das Material beim Abschiebevorgang zusätzlich verdichtet wird, statt lose auf der Ladefläche zu liegen. Wer mit weniger Fahrten die gleiche Menge Asphalt oder Schüttgut transportiert, senkt den Dieselverbrauch pro Tonne, unabhängig davon, ob der Zugwagen mit Diesel, Gas oder perspektivisch elektrisch unterwegs ist. Das macht die Abschiebetechnik zu einer Maßnahme, die sich bereits heute umsetzen lässt, während sich die Antriebswende in weiten Teilen der Branche noch in der Erprobung befindet. Damit deckt sich dieser Ansatz mit dem Leitgedanken „We Deliver", der zuverlässige Materiallogistik vor die Frage nach dem Antrieb stellt.
Ein zweiter Effekt wirkt direkt auf der Baustelle. Der tiefe Ladungsschwerpunkt des ASW Stone LKW erlaubt ein ruhigeres Fahrverhalten in Kurven, wodurch vor der Kurve weniger stark gebremst und danach weniger stark beschleunigt werden muss. Dieser Zusammenhang senkt den Dieselverbrauch zusätzlich zum Effekt der höheren Nutzlast, auch wenn sich der genaue Anteil je nach Streckenprofil unterscheidet. Bei entsprechender Ausstattung lässt sich Mischgut zudem dosiert direkt aus der Mulde übergeben, ohne dass für die Verteilung ein zusätzlicher Radlader oder Bagger auf die Baustelle fahren muss. Für Fuhrparkleiter bedeutet das, dass sich der Blick auf die CO2-Bilanz nicht auf den Zugwagen beschränken sollte, sondern die gesamte Gerätekette einer Baustelle einschließen muss.
Ein dritter Punkt betrifft das Material selbst. Bleibt Restmischgut in der Mulde eines Kippers hängen, weil es bei niedrigen Temperaturen oder bei Sorten wie Splittmastix oder PMA an den Wänden klebt, muss es aufwendig entfernt und entsorgt werden, obwohl es bereits produziert und bezahlt ist. Die Fliegl Abschiebetechnik entleert die Mulde auch bei klebrigem Material vollständig, wodurch weder Standzeiten für die Reinigung noch der Aufwand für bereits hergestelltes, aber nicht verbautes Mischgut anfallen. Für einen Fuhrpark mit eng kalkulierten Taktzeiten wirkt sich das über ein Jahr gerechnet unmittelbar auf die Zahl der Ladungen aus, die ein einzelnes Fahrzeug fährt.
Vielseitigkeit als Vorteil für den Fuhrpark
Ein Fuhrpark, der für ein einzelnes Ladegut ausgelegt ist, bindet Kapital in Fahrzeugen, die einen großen Teil des Jahres ungenutzt stehen. Der ASW Stone LKW transportiert neben Asphalt auch Splitt, Salz, Kalk, Aushub oder Recyclingmaterial und lässt sich auf unterschiedliche LKW-Fahrgestelle mit drei bis fünf Achsen aufbauen. Damit deckt ein einziger Aufbautyp den Winterdienst, den Erdbau und den Asphalteinbau ab, statt für jeden Einsatzzweck ein eigenes Fahrzeug vorzuhalten. Diese Standardisierung wirkt sich unmittelbar auf Wartung, Ersatzteilhaltung und Schulungsaufwand aus, weil Fahrer und Werkstatt mit einem System statt mit mehreren Systemen vertraut sein müssen.
Hinzu kommt ein Sicherheitsaspekt, der in der Flottenplanung oft unterschätzt wird. Weil beim Abschiebevorgang kein Kippen erforderlich ist, lässt sich das Fahrzeug auch unter Oberleitungen, in Unterführungen, auf Alleestraßen oder in Tunneln gefahrlos entladen, wo ein klassischer Kipper an seine Grenzen stößt. Für Fuhrparkleiter, die ihre Fahrzeuge über wechselnde Baustellen mit unterschiedlichen Platzverhältnissen disponieren, reduziert das die Zahl der Ausschlusskriterien bei der Einsatzplanung erheblich. Welche technischen Werte hinter diesen Vorteilen stehen, zeigt der Blick auf die aktuelle Fahrzeuggeneration.
ASW Stone LKW und Asphaltprofi Thermo auf der IAA Transportation 2026
Auf der Messe zeigt Fliegl Baukom die aktuelle Generation des ASW Stone LKW sowie den Asphaltprofi Thermo mit Fliegl-Isotherm-Dämmung, die seit 2015 im Bundesfernstraßenbau und seit 2019 für alle neuen Asphaltflächen in Deutschland vorgeschrieben ist. Ergänzt wird das Programm um die Anbauschnecke „Wiesel", die Mischgut dosiert und ohne zusätzliches Ladegerät direkt aus der Mulde in den Bankettfertiger oder Graben übergibt und sich am Stand ebenfalls besichtigen lässt.
Technische Eckdaten im Überblick
- Technische Nutzlast je nach Muldentyp 20 bis 30 Tonnen, bei der Offroad-Ausführung über 50 Tonnen
- Wärmedurchlasswiderstand der Thermoisolierung mindestens 1,65 m²K/W bei 20 Grad Celsius
- Muldenausführung mit hochverschleißfestem Stahl der Härte 400 HB
- Minimaler Ölbedarf für den Abschiebevorgang je nach Muldengröße zwischen 32 und 68 Litern
- Aufbau adaptierbar auf LKW-Fahrgestelle mit drei bis fünf Achsen und unterschiedlichem Radstand
Fliegl Baukom auf der IAA Transportation 2026 in Halle 27
Fliegl Baukom ist auf der IAA Transportation 2026 in Halle 27 am Stand C37 sowie auf der Freifläche L41 vertreten. Dort lassen sich die Fahrzeuge im direkten Vergleich mit anderen Aufbautenherstellern besichtigen, die auf der Messe ihre Lösungen für Transport und Logistik präsentieren. Für Fuhrparkleiter, die aktuell über eine Erweiterung oder Erneuerung ihres Bestands nachdenken, bietet das eine Gelegenheit, mit dem Vertriebsteam über Fahrgestellkompatibilität, Nutzlastberechnung und Lieferzeiten zu sprechen, die ein Datenblatt allein nicht ersetzt.
Ein Blick auf die technischen Details lohnt sich bereits vor dem Messebesuch. Auf der Produktseite zum ASW Stone LKW Thermo finden Fuhrparkleiter die vollständige Typenübersicht sowie die Kontaktdaten für eine Beratung zur passenden Fahrzeugkonfiguration.

