Einstimmung auf die GaLaBau 2026: Wie die Betontankstelle ressourcenschonende Betonversorgung ermöglicht

Wie lässt sich Frischbeton für kleine, unbewehrte Bauteile bereitstellen, ohne dass im Fahrmischer Restmengen verbleiben oder zusätzliche Anfahrten anfallen?

Diese Frage betrifft viele Bauhöfe und GaLaBau-Betriebe regelmäßig, sobald es um Zaunpfähle, Bordsteine oder kleine Streifenfundamente geht. Mit der Betontankstelle BTS bietet Fliegl Baukom dafür ein System zur dosierten, ressourcenschonenden Betonversorgung, das zum Leitthema der GaLaBau 2026 in Nürnberg passt.

 

 

GaLaBau 2026 rückt Ressourcenschonung in den Mittelpunkt

Vom 15. bis 18. September 2026 öffnet die GaLaBau in Nürnberg ihre Tore, mit rund 1.100 Ausstellern in 14 Hallen. Unter dem Motto „Gemeinsam klimafit in die Zukunft" bündelt die Messe in diesem Jahr Themen wie Ressourcenschonung, Klimaanpassung und Biodiversität in einem eigenen Rundgang, dem sogenannten Grün-blauen Pfad. Die Leistungsfähigkeit einzelner Maschinen allein steht dabei nicht mehr im Mittelpunkt. Wichtiger wird die Frage, wie sich Materialien und Betriebsabläufe so gestalten lassen, dass weniger Abfall, weniger Leerfahrten und weniger ungenutzte Kapazität entstehen. Für die Betonversorgung im GaLaBau-Alltag ist das ein Aspekt, der bislang selten im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, obwohl er unmittelbar mit den Zielen der Messe zusammenhängt.

 

 

Das Grundproblem kleiner Betonmengen im Bauhof- und GaLaBau-Alltag

Wer Zaunpfähle setzt, Bordsteine fundamentiert oder kleine Streifenfundamente gießt, benötigt selten mehr als einen halben bis einen Kubikmeter Beton pro Einsatz. Ein klassisches Transportbetonwerk kalkuliert seine Mindestmengen jedoch anders. Anfahrten unterhalb bestimmter Volumina sind für den Lieferanten kaum wirtschaftlich darstellbar und führen in der Praxis häufig zu überschüssigem Material, das entsorgt werden muss. Dieser Punkt wird in der Kalkulation vieler Betriebe unterschätzt. Zu den Kosten zählen neben dem eigentlichen Betonpreis auch Standzeiten des Fahrmischers, die Wartezeit auf ein festgelegtes Lieferfenster und die Entsorgung von Restmengen. Für unbewehrte Bauteile, wie sie im GaLaBau-Bereich, beim Zaunbau oder bei Pflasterarbeiten regelmäßig anfallen, steht damit ein Missverhältnis zwischen benötigter Menge und Lieferlogistik im Raum, das sich unmittelbar auf die Ressourcenbilanz eines Betriebs auswirkt.

 

 

Funktionsprinzip der Betontankstelle BTS

Die Betontankstelle BTS von Fliegl Baukom funktioniert nach einem Prinzip, das an eine klassische Tankstelle erinnert. Der Kunde wählt am Terminal die benötigte Betonsorte und Menge, erhält eine Chipkarte oder nutzt wahlweise das QR-Code-System, positioniert sein Fahrzeug unter dem Gurtbandförderer und startet den Mischvorgang selbstständig. Das Mischmodul benötigt für eine Charge rund zwei Minuten, danach transportiert der Förderer den fertigen Beton direkt zum Fahrzeug. Eine vollautomatische Dosier- und Prozesssteuerung übernimmt dabei die Rezeptur, sodass weder zusätzliches Personal noch eine manuelle Nachjustierung erforderlich ist. Über die serienmäßige Netzwerkanbindung lässt sich die Anlage zudem vom bauseitigen Firmennetzwerk aus verwalten, inklusive der Möglichkeit zur Fernwartung. Wie feinstufig sich dabei die tatsächlich benötigte Menge treffen lässt, zeigt die Aufteilung der Kartenwerte.

 

Dosierstufen von 0,15 bis 3,00 Kubikmetern

  • 0,15 m³
  • 0,25 m³
  • 0,35 m³
  • 0,50 m³
  • 0,75 m³
  • 1,00 m³
  • 1,25 m³
  • 1,50 m³
  • 2,00 m³
  • 3,00 m³

Diese Stückelung erlaubt es, tatsächlich nur die Menge zu beziehen, die für das jeweilige Bauteil gebraucht wird, ohne Aufrundung auf eine wirtschaftliche Mindestcharge des Lieferanten.

 

 

Technische Eckdaten der BTS 500 und BTS 1000

Fliegl Baukom bietet die Betontankstelle in zwei Leistungsgrößen an, die sich vor allem im Durchsatz unterscheiden. Beide Varianten basieren auf einem Tellermischer mit vollautomatischer Steuerung und lassen sich an die vorhandenen Platzverhältnisse anpassen.

  • Tellermischer BTS 500: ca. 0,5 m³
  • Mischleistung BTS 500: ca. 15 m³ pro Stunde
  • Mischmotor BTS 500: 15 kW
  • Strombedarf BTS 500: 45 A
  • Tellermischer BTS 1000: ca. 1,0 m³
  • Mischleistung BTS 1000: ca. 25 m³ pro Stunde
  • Mischmotor BTS 1000: 45 kW
  • Strombedarf BTS 1000: 125 A
  • Platzbedarf ohne Passivlager: ca. 100 m²
  • Reinigungsaufwand: einmal täglich am Abend, dazwischen übernimmt ein Selbstreinigungssystem die laufende Pflege

Der geringe Reinigungsaufwand wirkt sich unmittelbar auf die Personalbindung aus, ein Punkt, der bei der Kalkulation des laufenden Betriebs häufig zu niedrig angesetzt wird.

 

 

Betonsorten für unbewehrte Bauteile

Die BTS liefert Beton der Sorten C12/15 und C20/25 mit einem Größtkorn von 8 Millimetern, jeweils in der Konsistenz F1 und der Expositionsklasse X0. Das sind Rezepturen für unbewehrten Beton ohne Frostangriff, Verschleiß oder chemischen Angriff, wie er für Streifenfundamente, das Setzen von Bordsteinen, Zaunpfählen und Pfosten benötigt wird. Mit einem beigemischten Verzögerer verlängert sich die Verarbeitungszeit von den üblichen ein bis zwei Stunden auf mehr als drei Stunden, was bei längeren Transportwegen zur Baustelle relevant wird. Für konstruktiven Beton mit Bewehrung eignet sich die Anlage nicht, solche Mengen laufen weiterhin über das klassische Transportbetonwerk. Betriebe mit gemischtem Bedarf setzen die Betontankstelle deshalb sinnvollerweise als Ergänzung im kleinvolumigen Tagesgeschäft ein und behalten die bestehende Beschaffung für größere, bewehrte Bauteile bei.

 

 

Anforderungen an den Standort, die häufig unterschätzt werden

Wer eine Betontankstelle in Betrieb nehmen will, plant den Platzbedarf meist sorgfältig, den Stromanschluss dagegen oft zu knapp. Die BTS 1000 benötigt mit 125 A eine Anschlussleistung, die auf vielen Bauhöfen und Recyclinghöfen erst nachgerüstet werden muss, da bestehende Hofnetze häufig für kleinere Verbraucher ausgelegt sind. Ähnlich verhält es sich mit dem Zementsilo, das im Vollzustand rund 35 Tonnen beziehungsweise 27,3 Kubikmeter fasst und entsprechend tragfähigen Untergrund voraussetzt. Auch die Anfahrt für den Silo-Lkw zur Nachbefüllung gehört in die Standortplanung, gerade auf beengten Betriebshöfen mit Gegenverkehr durch Kleinabnehmer wird dieser Punkt in der Praxis regelmäßig zu spät bedacht.

 

 

Ressourcenschonung als Geschäftsmodell für Bauhöfe, Baustoffhändler und Recyclingbetriebe

Die modulare Bauweise der BTS erlaubt eine Anpassung an nahezu jede Betriebsfläche. Einzel- und Doppelbunker lassen sich in einfacher, zweifacher oder dreifacher Ausführung kombinieren, wahlweise mit einem oder zwei Zementsilos für unterschiedliche Rezepturen. Für kommunale Bauhöfe bedeutet das eine Möglichkeit zur Selbstversorgung mit Beton, ohne auf externe Lieferanten und deren Zeitfenster angewiesen zu sein. Baustoffhändler können die Anlage als zusätzliches Standbein neben dem bestehenden Sortiment betreiben, insbesondere dort, wo ohnehin Kunden für Schachtringe, Bordsteine oder Pflastersteine vorbeikommen und Beton als Zusatzkauf naheliegt. Recyclingbetriebe wiederum nutzen häufig vorhandene Hoffläche und Infrastruktur, um mit der Betontankstelle ein zusätzliches Angebot für Kleinabnehmer aus dem GaLaBau-Bereich aufzubauen. Vorhandene Ressourcen wie Fläche, Personal und Logistik doppelt zu nutzen, deckt sich unmittelbar mit dem Leitthema der GaLaBau 2026 und dem dort verankerten Grün-blauen Pfad.

Fliegl Baukom zeigt die Betontankstelle BTS auf der GaLaBau 2026 in Nürnberg, in Halle 7A am Stand 106. (Redaktioneller Hinweis: Standnummer vor Veröffentlichung final mit dem Messeteam abgleichen.) Wer die Anlage vorab genauer kennenlernen möchte, findet technische Daten, Bunkervarianten und Betonsorten auf der Produktseite zur BTS Betontankstelle.