Betontankstelle im Hochsommer: Wo liegt der Mehrwert für GaLaBau-Betriebe?

Die Betontankstelle liefert Frischbeton ohne Wartezeit und hilft GaLaBau-Betrieben, Auftragsspitzen im Hochsommer termingerecht und ohne Verzug abzuarbeiten.

Im Garten- und Landschaftsbau liegt die Auftragslage in diesem Sommer bei rund 18 Wochen. Wer in dieser Situation zusätzliche Zeit beim Beschaffen von Frischbeton verliert, verschiebt jeden weiteren Termin in der Kette nach hinten. Eine Betontankstelle schließt genau diese Lücke, denn sie verkürzt den Weg vom Bedarf bis zur verarbeitungsfertigen Charge auf wenige Minuten.

 

Warum Wartezeit beim Betonbezug im Sommer besonders teuer wird

Pflasterarbeiten, Zaunfundamente, Stützmauern und Bordsteinsetzungen folgen im Sommer dicht aufeinander, oft mehrere Baustellen parallel. Fehlt an einem einzigen Vormittag der Frischbeton für ein Streifenfundament, steht die Kolonne still, während die nächste Baustelle bereits wartet. Klassische Transportbetonwerke sind auf große Liefermengen ausgelegt und arbeiten mit festen Lieferfenstern, die vorab telefonisch oder schriftlich reserviert werden müssen. Für die kleinen, häufig wechselnden Mengen, die im GaLaBau typisch sind, passt dieser Rhythmus selten.

Ein zweiter Punkt wird in der Praxis regelmäßig unterschätzt. Wartezeit beim Beton kostet weit mehr als die Minuten an der Rampe. Sie bindet ein komplettes Team samt Fahrzeug, das in dieser Zeit keine andere Leistung erbringt. Bei Personalkosten, die während der Hochsaison ohnehin knapp kalkuliert sind, wiegt jede vermeidbare Standzeit schwerer als im Winterhalbjahr, wenn die Auftragsbücher lockerer gefüllt sind.

 

Wie die Betontankstelle den Beschaffungsprozess verkürzt

Die Fliegl Betontankstelle BTS funktioniert nach einem einfachen Prinzip, das dem klassischen Tankvorgang nachempfunden ist. Der Betrieb wählt Betonsorte und Menge, erhält eine Chipkarte oder nutzt das optionale QR-Code-System, positioniert den Anhänger unter dem Förderband und erhält die fertig gemischte Charge direkt ins Transportgefäß. Eine Voranmeldung ist dabei nicht notwendig, ebenso wenig eine Mindestabnahmemenge, wie sie bei klassischen Werken üblich ist. Die Mischung entsteht vollautomatisch im Mischmodul der Anlage, dosiert aus bis zu vier Hauptfraktionen und bis zu zwei Zementsorten.

Für Betriebe, die während der Saison mehrfach täglich kleine Mengen benötigen, verändert das die Logistik spürbar. Statt eine Lieferung für den nächsten Tag zu organisieren, holt die Kolonne den Beton dann, wenn die Baustelle ihn tatsächlich braucht, auch kurzfristig am selben Vormittag. Mit Verzögerer bleibt die Mischung mehrere Stunden verarbeitungsfähig, sodass auch längere Transportwege zur Baustelle keine Rolle spielen.

Der Effekt auf den Auftragsrückstand lässt sich grob überschlagen. Wer pro Baustellentag eine halbe Stunde Wartezeit an der Betonrampe einspart, gewinnt bei fünf Arbeitstagen rund zweieinhalb Stunden zusätzliche Bauzeit pro Woche und Kolonne. Der Rückstand wächst dadurch zumindest nicht weiter, in vielen Fällen lässt er sich sogar schrittweise abbauen.

 

Technische Eckdaten der Fliegl BTS

  • Mischleistung ca. 15 m³ pro Stunde (Typ BTS 500) beziehungsweise 25 m³ pro Stunde (Typ BTS 1000)
  • Mischdauer ca. 2 bis 3 Minuten pro Charge
  • Abgabemengen von 0,15 bis 3,0 m³
  • Platzbedarf ab ca. 80 m² ohne Passivlager
  • Reinigungsaufwand einmal täglich am Abend durch automatische Trockenreinigung
  • Öffnungszeiten frei wählbar, üblich sind Werktage und Samstage

 

Praxisbeispiel aus dem Garten- und Landschaftsbau

Wie sich das Konzept im GaLaBau-Alltag bewährt, zeigt der Betrieb B&O Recycling GbR im Landkreis Cham. Geschäftsführer Andreas Bucher hat die BTS 1000 als zusätzlichen Geschäftszweig neben dem bestehenden Garten- und Landschaftsbau aufgebaut, mit einem Zementsilo und drei großen Vorratsbunkern für Sand und Kies. Sowohl das eigene Team als auch gewerbliche und private Kunden aus der Region beziehen dort Frischbeton nach Bedarf. Der Betrieb profitiert doppelt, denn die eigenen Baustellen sind unabhängig von externen Lieferfenstern versorgt, während gleichzeitig ein zusätzliches Standbein für Laufkundschaft entsteht, die ohnehin für Schachtringe, Bordsteine oder Pflastersteine vor Ort ist.

 

Was Betriebe bei der Integration in den Sommerbetrieb beachten sollten

Wichtig ist eine realistische Einordnung dessen, was die Betontankstelle leisten soll und was nicht. Der über die BTS bezogene Frischbeton ist für unbewehrte Bauteile ausgelegt, etwa Streifenfundamente, das Setzen von Bordsteinen, Zaunpfählen oder Pfosten, mit Konsistenzklasse F1 und einem Größtkorn von 8 mm. Für konstruktiven, bewehrten Beton bleibt die Anlage ungeeignet, hier führt weiterhin kein Weg an einem klassischen Transportbetonwerk vorbei. Wer beide Bedarfe im Portfolio hat, sollte die Betontankstelle deshalb als Ergänzung für das kleinvolumige Tagesgeschäft einplanen, nicht als vollständigen Ersatz der bisherigen Beschaffung.

Auch der Platzbedarf verdient Beachtung. Mit rund 80 Quadratmetern Stellfläche lässt sich die Anlage auf den meisten Betriebshöfen unterbringen, eine Baugenehmigung im Sinne massiver Bauwerke entfällt in der Regel. Wer über eine eigene Anlage nachdenkt, sollte zusätzlich klären, wie regelmäßig der Bedarf an Kleinmengen tatsächlich anfällt, denn erst ab einer gewissen Auslastung rechnet sich die Investition gegenüber dem laufenden Fremdbezug.

Mehr zu den technischen Ausstattungsvarianten und Betriebsgrößen der Fliegl BTS finden Sie auf der Produktseite der Betontankstelle. Dort erhalten Sie auch die Kontaktdaten für ein Beratungsgespräch zur passenden Anlagengröße für Ihren Betrieb.